Perlen – die „Königin der Edelsteine“ – gelten als eines der größten Wunder der Natur. Sie sind offiziell die ältesten Edelsteine der Welt und werden seit Urzeiten verehrt. Aus diesem Grund wird ihre Entdeckung keiner einzelnen Person zugeschrieben. Vielmehr geht man davon aus, dass sie von Menschen entdeckt wurden, die am Meeresufer nach Nahrung suchten. Dank der Perlenfragmente, die Archäologen im Sarkophag einer persischen Prinzessin aus dem Jahr 420 v. Chr. fanden und der heute im Louvre in Paris ausgestellt ist, können wir jedoch mit Sicherheit sagen, dass sie seit Jahrtausenden als Schmuck getragen werden.
Perlen entstehen auf natürliche Weise in lebenden Muscheln wie Austern oder Abalonen. Diese harten, runden Edelsteine bilden sich im Weichgewebe der Muscheln, wenn ein Reizstoff eindringt. Unter natürlichen Bedingungen kann dies alles Mögliche sein, von einem Sandkorn über einen Parasiten bis hin zu einem mikroskopisch kleinen Eindringling. Bei der Zucht von Perlen hingegen wird Gewebe, typischerweise aus dem Mantel einer Spendermuschel, in die Muschel implantiert.
Unabhängig vom Reizstoff ist der Vorgang derselbe, denn wenn der Reizstoff in die Muscheln oder Austern eindringt, sondern diese ein Protein namens „Conchiolin“ ab, um den Reizstoff zu umhüllen und so eine Perle zu erzeugen.
Die Bedeutung von Perlen
Perlen, auch bekannt als Geburtsstein für Juni, gelten als Inbegriff der Weisheit, die durch Erfahrung gewonnen wird. Sie werden für ihre beruhigende Wirkung auf den Geist geschätzt und stehen für Gelassenheit. Perlen stärken Beziehungen und vermitteln ihren Trägern ein Gefühl der Geborgenheit. Darüber hinaus symbolisieren sie Reinheit, Integrität und Treue.
Diese Perle des Meeres soll ihrem Träger Schutz bieten und Glück und Reichtum anziehen. Perlen werden oft als Zeichen der Zuneigung und Liebe an geliebte Menschen verschenkt, um ihnen viel Glück im Leben zu wünschen.
Einige interessante Mythen
Verschiedene Mythen und Sagen erzählen von Perlen und machen sie faszinierender als andere Meeresschätze. Im antiken Griechenland war der Mythos weit verbreitet, Perlen seien die Tränen der Götter. Man glaubte auch, dass eine Braut, die an ihrem Hochzeitstag Perlen trug, nicht weinen würde.
Die hinduistische Folklore besagt, wenn auch etwas anders, dass die Edelsteine eigentlich Tautropfen sind, die nachts vom Himmel ins mondbeschienene Meer fielen. Der Gott Krishna, auch Vishnu genannt, wird ebenfalls mit Hochzeitsgeschichten und Perlen in Verbindung gebracht. Es heißt, Krishna habe die allererste Perle aus dem Meer gezogen und sie seiner Tochter Pandaia an ihrem Hochzeitstag geschenkt, wodurch die Perle zum Symbol für Reinheit, Liebe und Vereinigung wurde.
Farben der Perle
Perlen gibt es in vielen Farben; die bekanntesten im Bereich Schmuck sind Weiß und Creme (hellgelblich oder hellbraun), gefolgt von Schwarz, Grau und Silber, die ebenso beliebt sind. Tahiti-Perlen zählen zu den seltensten und wertvollsten auf dem Markt. Dieser Geburtsstein für Juni ist auch in vielen warmen Farben wie Gelb, Orange und Rosa erhältlich; ebenso in kühlen Tönen wie Blau, Grün und Violett.
Das eigentliche Farbprofil einer Perle setzt sich üblicherweise aus einer Grundfarbe, der sogenannten Körperfarbe, und durchscheinenden Nuancen wie Rosa, Blau, Grün oder Violett zusammen. Viele Perlen weisen das Phänomen des „Orientierens“ auf, ein Schimmern irisierender Regenbogenfarben, wie man es beispielsweise von Labradoriten kennt. Diese Farben sind sichtbar oder liegen knapp unter der Oberfläche der Perle. Dieser Effekt tritt meist bei besonders dicker Perlmuttschicht auf.
Offene Creolen aus 14-karätigem Gelbgold mit 6 mm Perle
Naturperlen vs. Zuchtperlen
Oftmals werden diese beiden Perlenarten verwechselt. Viele glauben, Zuchtperlen seien künstliche Versionen von Naturperlen, was aber nicht stimmt. Der Hauptunterschied liegt darin:
#1 Naturperlen: Naturperlen entstehen im Körper oder im Mantelgewebe bestimmter Weichtiere und Muscheln, wenn ein mikroskopisch kleiner Reizstoff oder ein Organismus ohne menschliche Hilfe jeglicher Art im Inneren eingeschlossen wird.
#2 Zuchtperlen: Die Zucht von Zuchtperlen erfolgt durch gezielte Pflege und Pflege. Heutzutage werden die meisten für die Zucht verwendeten Muscheln und Weichtiere speziell in Zuchtanlagen gezüchtet. Allerdings werden auch einige Wildmuscheln gesammelt und für die Zucht verwendet.
Die erste Zuchtperle wurde 1893 von Kokichi Mikimoto, dem Sohn eines japanischen Nudelherstellers, gezüchtet. Er führte manuell einen Reizstoff in eine Muschel ein, um die Perlenbildung anzuregen. Die Einführung von Zuchtperlen Anfang des 20. Jahrhunderts revolutionierte die Perlenindustrie und ließ den Wert natürlicher Perlen stark sinken. Bis 1935 gab es in Japan über 300 Perlenfarmen, die jährlich 10 Millionen Zuchtperlen produzierten. Mikimoto sah sich heftiger Kritik ausgesetzt und musste sich ständig gegen den Vorwurf verteidigen, seine Perlen seien nicht „echt“. Wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegten dies und bewiesen, dass Zuchtperlen dieselben Eigenschaften wie natürliche Perlen besaßen. Mikimotos Akoya-Perlen sind bis heute im Einsatz und werden unter anderem von dem Juwelierhaus, das seinen Namen trägt, verwendet. Sie sind weltweit für ihren brillanten Glanz und ihre leuchtenden Farben bekannt.
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Heilende Eigenschaften und gesundheitliche Vorteile von Perlen
Perlen sind für ihre zahlreichen metaphysischen Heilkräfte bekannt und sollen beispielsweise bei Lungenerkrankungen wie Asthma, Bronchitis und Tuberkulose hilfreich sein. Sie sollen auch die Heilung verschiedener innerer Organe wie Herz, Nieren, Leber und Harnwege unterstützen. Perlen besitzen zudem eine natürliche beruhigende und abführende Wirkung, die Giftstoffe neutralisiert und den Säuregehalt senkt.
Perlen werden auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt, beispielsweise zur einfachen Behandlung von Augenkrankheiten, Blutungen, Fieber und sogar Verdauungsstörungen. Tatsächlich sind Perlen auch bei Hautproblemen wie Rosacea und Akne wirksam. Sie sind außerdem dafür bekannt, die Nebennieren, die Milz und das Muskelgewebe zu stärken. Darüber hinaus können sie Bluthochdruck, Kopfschmerzen und körperliche sowie geistige Erschöpfung lindern.
Perlen werden auch mit Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht und sollen für Schwangere wohltuend sein, da sie die Beschwerden des Geburtsvorgangs lindern. Dieser Edelstein wirkt kühlend und beruhigend und ist besonders für Frauen mit einer schwierigen Schwangerschaft zu empfehlen. Er stimuliert zudem das Herzchakra, was zu einem stärkeren Immunsystem führt.
Sie fördern zudem einen gesunden Schlaf und beugen psychischen Erkrankungen wie Nervenleiden, Depressionen und Angstzuständen vor. Auch bei geistiger Erschöpfung können sie hilfreich sein. Perlen regen die Zellerneuerung im Körper an und sorgen für eine glatte, elastische und gesunde Haut.
OVAL LUNA PERLEN- & DIAMANT-FÄDER
Häufig gestellte Fragen
Gibt es sekundäre Geburtssteine für Juni?
Ja, nach der Perle gelten Alexandrit und Mondstein als sekundäre Geburtssteine für Menschen, die im Juni geboren sind.
Wie reinige ich meinen Perlenschmuck?
Nach jedem Tragen können Sie Ihren Perlenschmuck einfach mit einem feuchten Tuch abwischen, um Hautfett zu entfernen. Bei sichtbaren Flecken können Sie eine Lösung aus lauwarmem Wasser und mildem Spülmittel mischen, ein weiches Tuch hineintauchen und die Perlen damit abwischen. Tauchen Sie Ihre Perlenkette, Ohrringe oder anderen Perlenschmuck NIEMALS in chemische Lösungen, da diese den Seidenfaden beschädigen oder die Farbe der Edelsteine verändern können.
Wie bewahre ich meinen Perlenschmuck auf?
Bewahren Sie Ihre Perlen nach der Reinigung immer erst auf, wenn sie vollständig getrocknet sind. Perlen sind, wie andere Edelsteine auch, kratzempfindlich. Richten Sie daher einen separaten Aufbewahrungsort für Ihren Perlenschmuck ein. Verwenden Sie dafür stets Schachteln mit weichem Stofffutter. Perlen fühlen sich in einer feuchten Umgebung besonders wohl. Tragen Sie sie daher regelmäßig, damit sie nicht austrocknen.
Wie pflege ich meinen Perlenschmuck?
Die einfachste Methode, Ihre wertvollen Perlen zu pflegen, ist, sie als Letztes anzulegen! Schmuck sollte generell erst nach dem Auftragen von Lotionen und Parfums angelegt werden, da diese Chemikalien enthalten, die den natürlichen Glanz Ihrer Perlen beeinträchtigen können. Tragen Sie Ihre Perlen also als Letztes, bevor Sie das Haus verlassen, und als Erstes, wenn Sie sie wieder zu Hause ablegen.
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